Schmerztherapie

Kein Tier sollte unnötig Schmerzen erdulden müssen, daher sollte Schmerz sowohl aus medizinischer Sicht als auch aus Gründen des Tierschutzes bekämpft werden.

In meiner Praxis werden sehr viele Tiere vorgestellt, bei denen ein verändertes Gangbild oder/und ein verändertes Verhalten bemerkt werden. Oftmals liegt diesen Veränderungen ein schmerzhaftes Geschehen zugrunde. Da Schmerz ein rein subjektives Geschehen ist, stellt es sowohl Tierbesitzer als auch Therapeuten vor die Schwierigkeit zu erkennen ob oder wieviel Schmerz das Tier gerade erleidet.

Hinweise für ein schmerzhaftes Geschehen können sein:

  • Veränderungen im Gangbild/Lahmheiten

  • Tier möchte nicht mehr gerne berührt werden

  • Verminderte Kontaktaufnahme zu anderen Hunden (spielt nicht mehr)

  • Hund springt nicht mehr gerne ins Auto oder aufs Sofa

  • Tier verhält sich zunehmend aggressiv

  • Bestimmte Übungen werden nicht mehr ausgeführt (Hund: Sitz, Platz o.ä.; Pferd: Seitengänge, Springen o.ä.)

Für jeden Schmerzpatienten wird ein individuelles Konzept zur Schmerzreduktion zusammengestellt. Dabei ergänzen sich beispielsweise Mobilisierung (Chiropraktik) mit physiotherapeutischen Maßnahmen, Laserbehandlungen, Akupunktur und/oder einer Schmerzmedikation.

  • Eine Mobilisierung entspannt Muskulatur und stellt sicher, dass Nervenreize wieder optimiert übertragen werden können.

  • Durch Bewegungsreize werden schmerzhemmende Neurotransmitter ausgeschüttet.

  • Der Einsatz eines Lasers fördert die Schmerzlinderung durch Anhebung der Reizschwelle für Schmerzen und Ausschüttung von Endorphinen. Ausserdem wird eine entzündungshemmende Wirkung erzielt, Durchblutung und Wundheilung werden angeregt.

  • Im Bereich der Schmerzmedikation arbeite ich, dort wo es möglich ist, gerne mit pflanzlichen Präparaten. Führt diese Medikation nicht zum gewünschten Erfolg, so wird mit klassischen Schmerzmedikamenten ergänzt oder auf diese ausgewichen.

  • Auch die Akupunktur kann bei den verschiedensten Schmerzzuständen wirkungsvoll eingesetzt werden. In verschiedenen Untersuchungen wurde belegt, dass durch Akupunktur eine effektive Schmerzreduktion (beispielsweise auch bei Hüftgelenksdysplasie von Hunden) erzielt werden kann.

© 2017 Dr. med. vet. Barbara Weber